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Eine Rumgeschichte der Länder

Rum kann, wenn sich an die EU-Richtlinien gehalten wird, durchaus überall hergestellt werden. Doch da Zuckerrohr vor allem in der Karibik und im Norden Südamerikas gut gedeiht, gelten diese Landstriche bis heute als absolute Rum-Hochburgen. Guatemala (mit ihrem Ron Zacapa, Ron Botran und Ron Malteco), Jamaika Rums mit ihren kräftig würzigen Noten wie beispielsweise Appleton und natürlich auch Captain Morgan, bis zu Venezuela und viele mehr versorgen uns mit dem Besten, was diese zu bieten haben. Deshalb lohnt sich hier ein kleiner Überblick über einige der großen Rum Regionen, denn das Repertoire an spannenden Zuckerrohrdestillaten variiert erheblich von Land zu Land und von Gebiet zu Gebiet und macht klar, dass Rum tatsächlich eines der vielseitigsten Destillate der Welt ist.

 

Kuba – Die kubanische Freiheit

Kaum eine Insel wird so sehr mit Rum in Verbindung gebracht wie Kuba. Hier treffen heiße Salsa- Rhythmen, karibische Lebenslust und würziger Rum in einer unnachahmlichen Art und Weise aufeinander. Die Besonderheit des kubanischen Rums liegt dabei vor allem auch in der Cocktailtradition. Hier entstand beispielsweise der Cuba Libre, als Amerikaner mit Coca Cola und Co. im Gepäck auf das Eiland kamen und auch Mojito sowie Daiquiri finden hier ihre Ursprünge.

Nicht zuletzt haben der große Rum-Gigant Havana Club sowie Ron Varadero, Legendario, Santiago de Cuba und Ron Caney hier ihren Sitz. Auch Bacardi wurde hier gegründet, hatte jedoch zu Zeiten der Revolution und der darauf folgenden Phase der Enteignung die Insel verlassen und den heutigen Sitz auf die Bermudas verlegt.

Tendenziell zeichnen sich kubanische Rums durch ihr eher zartes, leicht süßliches Aroma aus, das sie auch für die breitere Masse beliebt machen.

 

Jamaica – Mehr als nur Reggae

Jamaica ist nicht nur für seine entspannende Reggae Musik, seine Wasserfälle und Rastafari Bewegung bekannt, sondern auch für seinen würzigen, kräftigen und äußerst aromatischen Rum. Dies speist sich aus der dortigen Rum-Tradition, da die Jamaikaner sich in der Herstellung des „Hoch-Ester- Rums“ hervortun, der hochkonzentriert und auch intensiv aromatisch ist. Man kann sich vorstellen, dass diese Rums sich nicht für den puren Genuss eignen, dafür jedoch für das Verschneiden mit Wasser.

Zu den größten und bekanntesten Herstellern aus Jamaica zählt ohne Zweifel Captain Morgan. Perfekt für Mixgetränke aller Art. Ebenso wie Appleton, Old Pascas und Coruba Rum.

 

Trinidad & Tobago – Karneval, Bitter und Rum

Trinidad & Tobago kommt ein großer Anteil an unserer heutigen Barkultur zu, denn von diesem kleinen karibischen Inselstaat vor der Küste Venezuelas stammt nicht nur hervorragender Rum sondern auch der so bekannte Angostura Bitter. Dieser prägte wie kaum etwas anderes die Cocktailkultur und darf in zahlreichen bekannten Drinks nicht fehlen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es von Angostura auch einen Rum.

Der bekannte und aromatische Kraken Spiced stammt übrigens ebenso aus Trinidad und erfreut sich hierzulande großer Beliebtheit.

 

Guyana – Die Heimat des Demerara Rums

Dos Maderas und El Dorado – mit diesen Rums scheint es fast, als hätten Rumliebhaber ihr ureigenes El Dorado bereits erreicht.

Rum aus Guyana ist auch als Demerara Rum bekannt, der Bezug zur Region Demerara (in Guyana) sowie auf den gleichnamigen Fluss nimmt. Zu den Hoch-Zeiten der dortigen Produktion fanden sich im kleinen Staat an der Ostküste Südamerikas 200-300 Destillerien in Betrieb.

Heute sieht dies anders aus, denn mit der Diamond Distillery gibt es nur noch eine einzige aktive Brennerei. Diese feiert jedoch große Erfolge und vereint unter sich einige Destillerien. Die Bekannteste: El Dorado Rum.

 

Venezuela – Der Zuckerrohrspezialist

Venezuela begeistert nicht nur mit Rums wie Pampero und Santa Teresa sondern trägt auch viel zur Zuckerrohrproduktion bei und beliefert neben eigenen Destillerien auch Rumerzeuger aus anderen Ländern. Die eigenen Destillate können sich jedoch mit dem populären und hervorragenden Ron Botucal ohne Zweifel ebenso sehen lassen.

 

Guatemala – Die Heimat des Zacapa

Guatemala tut sich erst seit dem 20. Jahrhundert wirklich als Rum-Produzent hervor. Allein die Nennung des dortig hergestellten Ron Zacapa beweist, dass Guatemala heute jedoch zu den großen Rum- Nationen gehört. Elegant und süß, gelangte deren Zacapa zu großer internationaler Beliebtheit.

Weitere bekannte guatemaltekische Rums wären Botran und Malteco.

 

Barbados – Die Heimat des ältesten Rums der Welt

Barbados ist nicht nur ein bezauberndes Urlaubsziel sondern auch Heimat des ältesten Rums der Welt. Denn Mount Gay Rum wird seit 1703 bis zum heutigen Tag produziert. Seine Reifung erfolgt dabei in ehemaligen Jim-Beam-Fässern. Barbados Rums gehören zu den feineren, weinbrandartigen Destillaten, die durch ihre Eleganz bestechen, so beispielsweise auch Doorly’s und Dos Maderas.

 

Bermudas –Heimspiel für Bacardi

Palmen, Strand und köstlicher Rum – Die Bermudas sind das wahr gewordene Klischee eines jeden Rum-Liebhabers und begeistern mit ihrem Bacardi Rum bereits seit Jahrzehnten. Bacardi nimmt eine ganz besondere Sonderstellung in der Welt des Rums ein, denn keine einzige Marke ist so vielfältig, traditionell und gleichzeitig modern wie diese. Und so begeistert Bacardi mit fertig gemixten Cocktails, aromatisierten Spirituosen wie Bacardi Razz und fassgelagertem Bacardi. Ein toller Standard-Rum, der sich zum Mixen hochwertiger Cocktails ebenso eignet wie zum puren Nippen.

 

Martinique, Guadeloupe und Haiti – Die Länder des Rhum Agricole

Eine wahre Besonderheit unter der Vielzahl an Rumländern bildet ohne Zweifel Martinique, denn dieses darf sich als Überseedépartement Frankreichs auf die europäische Bezeichnung AOC berufen, die „Appellation d’Origine Contrôlée“. Diese beschreibt eine geschützte Herkunftsbezeichnung, nach der sich lediglich Rum aus Martinique „AOC Martinique Rhum agricole“ nennen darf, ein Qualitätsmerkmal wie man es sonst von Cognac oder Champagner kennt. Rhum agricole, so beispielsweise J.M Rhum, entstehen anders als die große Vielzahl an Rums aus frischem Zuckerrohrsaft und zeichnen sich von daher durch einen ganz besonderen Geschmack und eine gewisse Fruchtnote aus. Auch fehlt hier der zuweilen als „brandig“ wahrgenommene Hauch, der durch die Erhitzung der Melasse zustande kommt.

Insgesamt wird Rhum Agricole auf den französischen Antillen hergestellt und einer nur Monate bis zu wenigen Jahren andauernden Reifung unterzogen. Eine Ausnahme bildet Haiti und deren Barbancourt Rum, dessen Destillate eine 4- bis zu 15-jährige Reifung erfahren.

Guadeloupe gilt als eines der edelsten Rum-Ziele überhaupt und deren Damoiseau Rum mag dem Recht geben. Denn hier stehen eine hochwertige Destillation sowie die anschließende Lagerung in besten Eichenfässern an erster Stelle.

 

Dominikanische Republik – Vielfältig und aromatisch

Die Dominikanische Republik begeistert mit einer Vielzahl an spannenden und hochwertigen Rums, die vom bekannten Brugal bis zum luxuriösen Quorhum reichen, von Cubaney bis zu Opthimus und Atlantico. Lauter Namen, die der eine oder andere bereits einmal gehört hat und die es wert sind, gekostet zu werden.

Die Dominikanische Republik zeichnet sich durch tendenziell leicht süße Rums mit vollmundigem Geschmack aus, die lieblicher als die kräftigen, jamaikanischen Nachbarn sind.

 

Kolumbien – Hier regiert die Qualität

Die große Rum Destillerie aus Kolumbien ist die innovative und spannende Dictador Familie, die mit ihren Zuckerrohrsaft-Destillaten und deren komplexen Aromen begeistern. Definitiv etwas für Liebhaber.

 

Brasilien – Cachaca, Caipirinha und Co.

Brasilien darf nicht unerwähnt bleiben, wenn von Rum die Rede ist, denn immerhin ist das südamerikanische Land nicht nur der größte Zuckerrohranbauer der Welt sondern er besitzt mit Cachaca auch eine eigene Tradition an Zuckerrohrdestillaten. Cachaca ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung und entsteht (wie der Rhum agricole) aus frisch geerntetem Zuckerrohrsaft. Cachaca kann sowohl jung abgefüllt werden als auch einer Reifung in Fässern unterzogen werden. Manche kennen Cachaca auch unter dem Namen Aguardente.

Und letztlich gilt: keine Caipirinha ohne Cachaca! Und auch Batida ist ohne Cachaca nicht denkbar.