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Kuba

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Rum aus Kuba

Der „Cube Libre“, einer der bekanntesten Longdrinks überhaupt, weist uns bereits darauf hin, dass Kuba und Rum zueinander gehören, wie die zwei Seiten einer Münze – und in der Tat: spricht man von Rum, ist Kuba das Land, das zuerst in den Sinn kommt. Und nicht nur das: wohl ein jeder kennt Havana Club, den kubanischen Rum, der das Lebensgefühl der kubanischen Hauptstadt einfängt und uns wird klar: Kuba und Rum, das ist eine Beziehung, die es näher zu betrachten gilt.

Die beliebtesten Destillerien und Besonderheiten der Herstellung

Kuba gilt als Rum-Land par excellence, das einigen der bekanntesten und angesehensten Rums überhaupt eine Heimat ist, so beispielsweise Ron Varadero und Legendario, Havana Club und Santiago de Cuba sowie Vacilon. Doch auch negative Seiten tun sich hier auf: aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Lage sahen sich beispielsweise Destillerien wie Bacardi und Ron Matusalem gezwungen, das Land zu verlassen. Viele jedoch blieben und produzieren heute (vor allem in Santiago de Cuba) Rums aus bester kubanischer Melasse, die sich durch Milde, vanilline Süße und warme Aromen auszeichnen. Perfekt für den unkomplizierten Genuss in Cocktails wie auch edel zu einer Zigarre oder komplett solo.

Nicht umsonst entdeckte man in Kuba wie amerikanische Cola und kubanischer Rum zu einem Drink verschmelzen, der wie kaum ein zweiter auf der ganzen Welt bekannt und beliebt ist.

Havana Club – Perfekt für kubanische Nächte

Kein Wort über kubanischen Rum, ohne Havana Club Rum zu nennen! Das schmackhafte Destillat zählt mit Abstand zu den beliebtesten Rums überhaupt und findet seine Anhänger überall auf der Welt. Kein Wunder, weiß Havana Club sowohl Anfänger als auch Kenner, Anspruchsvolle als auch weniger Anspruchsvolle gleichermaßen zu bedienen, da kaum eine Destillerie eine solch große Bandbreite an Produkten besitzt wie Havana: von der Edelabfüllung Havana Club Maximo bis zur Seleccion de Maestros und dem milden Anejo 3 Anos ist hier für jeden etwas dabei.

Dabei setzt Havana Club die Dreieinigkeit des kubanischen Rums seit einer geraumen Zeit perfekt in die Tat um: hier wird von Meisterhand destilliert, gelagert und geblendet, um uns harmonischen Geschmack, eine glasklare Linie und große Milde zu garantieren. Ein Rum, der mit der kubanischen Hauptstadt Havanna eng verflochten ist.

Ron Varadero – Der erste „Light Traditional“ Rum

Mitten im Herzen Santiago de Cubas entsteht seit 1862 mit Ron Varadero ein Rum, der das Ziel verfolgte, den ersten gealterten „Light Traditional“ Rum herzustellen. Damit war ein Destillat gemeint, das aus der Melasse der kubanischen Zuckerrohrproduktion entstand und als solches klar und natürlich destilliert werden sollte, sprich: unser Rum, wie wir ihn heute kennen und schätzen.

Zwischen dem Atlantik und der Sierra Maestra gelegen, ist die Lage der Destillerie Varaderos perfekt für die Zuckerrohrproduktion geeignet und garantiert gemeinsam mit einer Reifung in Eichenfässern einen natürlichen Reifeprozess, der Tiefe und Komplexität mit sich bringt.

Ron Varadero wird für jeden Geschmack in einer Reifung von 3, 7 und 15 Jahren angeboten und gilt in der Rum-Landschaft als äußerst mild und angenehm. Perfekt um ihn in Cocktails zu genießen oder auch pur für Anfänger, die sich nicht an die üppigeren, schweren Vertreter wagen wollen.

Legendario – Eine kubanische Legende

Die Legende hinter Legendario Rum? Ist ganz klar die Verbundenheit zu Kuba und der dortigen Rum-Produktion. Nur indem man den klassischen, lange bewährten Traditionen der Herstellung folgt, erhält man einen solch puren und köstlichen Rum wie Legendario, der einzigartig im Geschmack ist und das Elixir Kubas einzufangen vermag.

Dafür dient ein System aus Doppelbodentanks mit speziellem Filtersystem, das auf einer Basis aus Quarzsand und Aktivkohle funktioniert und das einen echten „handcrafted“ Rum zur Folge hat, der zwischen einem und 15 Jahren in Fässern amerikanischer Eiche reift, um seinen frischen und unvergleichlichen Geschmack zu erreichen. Als Blended Rums verströmen sie nicht nur den Geruch nach frischen Zuckerrohrplantagen, sie machen sich auch hervorragend in allerlei Cocktail- und Longdrink-Kreationen.

In Havanna im Jahr 1946 gegründet, ist der heutige Sitz Legendarios in ElCerro/ Bocoy. Vertrieben wird Legendario vom volkseigenen Unternehmen Bebidos y Refrescos S.L.

Santiago de Cuba – Das Lebensgefühl Kubas im Glas

Ganz klar, dass ein Rum, der den Namen der Stadt Santiago de Cubas führt auch den Anspruch in sich trägt, die Kultur und Lebensfreude dieser Region in sich einzufangen, die grünen Gebirgsketten der Sierra Maestraund das Rauschen des türkisblauen karibischen Meeres ebenso wie das quirlige Leben der Stadt selbst. Hier fließt das Wissen über eines Jahrhunderts gemeinsam mit der Liebe der Maestros Roneros in einem Destillat zusammen, das aus dem besten Zuckerrohr Kubas entsteht. Santiago de Cuba Rum genießt sich hervorragend pur. Einfach einen 25 Jahre gereiften Extra Anejo Santiago de Cuba in ein Glas geben und nach einem langen Tag gebührend genießen. Und wen es eher nach einem gut gemixten Cocktail gelüstet, der wird mit Carta Blanca oder Anejo Santiago de Cuba nicht enttäuscht sein.

Ron Caney– Gereift in den ältesten Fässern der Insel

„El gusto del Cuba“ verspricht uns Ron Caney, der zu den traditionsbehaftetsten Destillaten Kubas zählt. Wie Ron Varadero wurde auch Ron Caney 1863 geschaffen. Und wie Ron Varadero ist auch Cubaney ein echtes Original, das auch in Kuba selbst gerne getrunken wird. Die Reifung dieser herrlichen Rums erfolgt in den ältesten Eichenfässern der Insel und garantiert einen unvergleichlichen Geschmack, der auf Aroma- wie Farbstoffe verzichten kann. Zwischen einem und sieben Jahren wird dieser Rum gelagert, der sowohl in schmackhaften Cocktails als auch pur mundet. Gerade Ron Cubaney Anejo Centuria eignet sich mit seiner jahrelangen Fassreifung in den Höhlen in der Nähe Santiago de Cubas für den vanillig-süßen, puren Genuss mit einer aromatischen kubanischen Zigarre zwischen den Fingern.

 

Kuba - Eine kleine Länderkunde

Kuba nimmt unter den karibischen Staaten durchaus eine Sonderstellung ein und das liegt nicht nur daran, dass hier eine sogenannte Planwirtschaft herrscht, sondern auch an der Nähe zum Süden der USA (in der Tat sind es nur knapp 160 km bis nach Key West). Das ist nicht nur politisch von Belang sondern selbstverständlich auch für die Rum-Kultur von Bedeutung. Denn amerikanische Einflüsse und auch die Restriktionen der Revolution und des Kommunismus trugen nicht unerheblich zu der Rum-Landschaft bei, wie wir sie heute auf Kuba finden (so stammen beispielsweise Bacardi und Ron Matusalem ursprünglich vom Eiland, flüchteten jedoch und ließen sich auf anderen Karibik-Inseln nieder).

Als eine der wenigen karibischen Inseln besitzt Kuba bis heute noch den Namen, den die einheimische Bevölkerung der Taíno ihr verpasste. Manchmal nennt man Kuba auch neckisch caimán verde, grüner Kaiman, was sich aufklärt, wenn man sich die Umrisse des Insel ansieht, die wie Jamaika und Puerto Rico zu den Großen Antillen gehört. Kuba ist die größte Insel der Karibik und mit seiner bergigen Landschaft und dem tropischen Klima hervorragend für die Produktion von Rum geeignet. Der grüne Kaiman gibt uns auch viel Aufschluss darüber, dass auf Kuba eigentlich ideale Bedingungen für die Plantagenwirtschaft herrschen. Und in der Tat zählt der Zucker bis heute zur wichtigsten Exportware Kubas, der Grund, warum viele kleinere Destillerien hervorragenden Rum aus einheimischer Melasse produzieren (wenn auch meist nur für den inländischen Markt).

Doch auch wenn die landwirtschaftlichen und geographischen Bedingungen gut sind, so gehen viele Wirtschaftsexperten davon aus, dass nicht nur das US-amerikanische Embargo sondern vor allem auch innenpolitische Restriktionen die Entwicklung stark hemmen und dazu führen, dass Kuba trotz allem seinen Zucker nicht nur exportiert, sondern auch importieren muss.

Die Beziehung zu den USA ist dabei natürlich auch ein Wechselspiel, das nicht nur negative Auswirkungen hat, sondern durchaus auch positive. Denn wären die USA und ihr Coca Cola nicht, kämen heute aberhunderte von Cocktail-Freunden nicht in den Genuss von Cuba Libre und Co. Es kommt übrigens nicht von ungefähr, dass Rum und Zigarre so gut zusammen passen wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge: neben Zucker ist vor allem der Tabak die wichtigste Exportware Kubas.